Dr. Kajetan Hinner



Rheinland-Pfalz Germany 

Rheinland-Pfalz

Universität Mainz

Soziologie

Universität Mainz

Wintersemester 2006

Vorlesung: Methoden der empirischen Sozialforschung (Teil I). Wöchentlich, Donnerstag 12.00 bis 14.00 Uhr, P1.

Evaluation

Die Veranstaltung kann von den Teilnehmern online bewertet werden: Bitte nutzen Sie diese Gelegenheit.

Inhalt

Ziel der auf zwei Semester hin angelegten Veranstaltung ist die Vermittlung eines Ein- und Überblicks über die grundlegenden Methoden und Techniken der empirischen Sozialforschung. Die Studierenden sollen mit den Anliegen, den wissenschaftstheoretischen Grundlagen, der historischen Entwicklung und insbesondere mit dem aktuellen Standardrepertoire der quantitativ orientierten Sozialforschung vertraut gemacht werden. Themen in Teil I der Veranstaltung sind u.a. die Ziele der Sozialforschung, Möglichkeiten von Forschungsdesigns, Probleme der Messung und Operationalisierung sowie Auswahl- und Stichprobenverfahren. In Teil II im nächsten Semester wird es dann um die wichtigsten Verfahren der Datenerhebung gehen (Befragung, Beobachtung, Inhaltsanalyse) und um elementare Techniken der angewandten statistischen Datenanalyse.

Literaturhinweise:

Online-Probeklausur am 7.2.2007, 14 bis 16 Uhr, ZDV-Räume N33 und Kursraum 1

An der Universität Mainz ist die Online-Learning-Plattform Ilias installiert, mit der sich auch Online-Klausuren durchführen lassen. Es wurde eine Probeklausur mit Fragen zu dieser Veranstaltung vorbereitet, die online durchgeführt werden kann. Es besteht die Möglichkeit, daß Studierende und Teilnehmer an dieser Vorlesung an dieser Online-Probeklausur teilnehmen.
Bitte beachten Sie: Die alleine für Ihr Studium relevante Klausur wird - soweit absehbar - nach wie vor schriftlich in Papierform stattfinden. Teilnehmende an dieser Online-Probeklausur haben nicht unbedingt einen Vorteil für die schriftliche Klausur. Mit der Online-Probeklausur soll in erster Linie die Online-Klausur getestet werden, das heißt, das Verfahren Online-Prüfung soll auf seine Praxistauglichkeit geprüft werden. Wir haben etwa 20 Fragen vorbereitet (Multiple Choice, eine Antwort ist richtig), die ebenso nur als Test zu verstehen sind.
Ihre Teilnahme an der Online-Probeklausur ist rein freiwillig. Die Ergebnisse werden nicht gespeichert und nur anonym ausgewertet, damit wir ggf. das Verfahren verbessern oder verfeinern können.
Es gibt keine gesonderte Anmeldung zur Online-Probeklausur. Wenn Sie teilnehmen möchten, finden Sie sich bitte am 7.2. um 14 Uhr in einem der Räume ein.

Folien zum Herunterladen

Die Folien wurden dankenswerterweise überarbeitet und zusammengestellt mit Hilfe von Teilnehmern der Vorlesung. Das Passwort wurde in der Veranstaltung bekannt gegeben. Bitte verbreiten Sie die Datei nicht unkontrolliert weiter. Sie können sie hier herunterladen.

Themenübersicht

A. Einführung

    I. Anforderungen und Scheinerwerb
    II. Themenübersicht der gesamten Vorlesung und Übung I und II
      1) Einführung
      2) Geschichte der empirischen Sozialforschung
      3) Wissenschaftstheorie
      4) Schritte des Forschungsprozesses
      5) Theorien und Hypothesen
      6) Untersuchungsformen, Designs, Experiment
      7) Operationalisierung, Messen, Indizes, Skalen
      8) Auswahlverfahren, Stichprobenverfahren
      9) Befragung I (ab hier: Methoden und Techniken der empirischen Sozialforschung II)
      10) Befragung II
      11) Beobachtung
      12) Inhaltsanalyse
      13) Nichtreaktive Verfahren, Gruppendiskussion,
      14) Soziometrie, Sekundäranalysen, Evaluationsstudien, Aktionsforschung u.ä.
      15) Datenvercodung und -aufbereitung
      16) Datenauswertung I: Univariate Analyse
      17) Datenauswertung II: Bivariate Analyse
      18) Datenauswertung III: Multivariate Analyse
    III. Literatur
      Basistexte:
        Schnell, R. et al.: Methoden der empirischen Sozialforschung, neueste Aufl., München: Oldenbourg.
        Diekmann, A.: Empirische Sozialforschung, neueste Aufl., Reinbek: Rowohlt
        Benninghaus, H.:Einführung in die sozialwissenschaftliche Datenanalyse, neueste Aufl., München: Oldenbourg.
      Ergänzend:
        Babbie, E.: Practice of Social Research, neueste Aufl., Belmont: Wadsworth.
        Kromrey, H.: Empirische Sozialforschung, neueste Aufl., Opladen: Westdeutscher Verlag.
        Atteslander, P.: Methoden der empirischen Sozialforschung, neueste Aufl., Berlin: De Gruyter.
        Friedrichs, J.: Methoden empirischer Sozialforschung, neueste Auf., Opladen: Westdeutscher Verlag.
        Mayntz, R. et al.: Einführung in die Methoden der empirischen Soziologie, neueste Aufl., Opladen: Westdeutscher Verlag.
        Backhaus, K. et al.: Multivariate Analysemethoden, neueste Aufl., Berlin: Springer.
      Handbücher:
        König, R. (Hrsg.)(1973): Handbuch der empirischen Sozialforschung, München: dtv.
        Koolwijk, J./Wieken-Meyser, M. (Hrsg.) (1976 ff): Techniken der empirischen Sozialforschung, München: Oldenbourg.
        Rossi, P.H. et al. (Eds.) (1983): Handbook of Survey Research, Orlando: Academic Press.
        Roth, E. (Hrsg.) (1984): Sozialwissenschaftliche Methoden, München: Oldenbourg.
      Speziell:
        Kern, H. (1982): Empirische Sozialforschung, München: Beck.
        Opp, K.D.: Methodologie der Sozialwissenschaften, neueste Aufl., Reinbek: Rowohlt.
        Kriz, J. (1981): Methodenkritik der Sozialwissenschaften, Stuttgart: Teubner.
        Hunt, M. (1991): Die Praxis der empirischen Sozialforschung, Frankfurt: Campus.
        Johoda, M. et al. (1978): Die Arbeitslosen von Marienthal, Frankfurt: Suhrkamp (zuerst 1933).
    IV. Wozu empirische Sozialforschung in der Ausbildung?
      - Eigenständige Durchführung von empirischen Projekten, methodenkritische Einschätzung vorliegender empirischer Studien
    V. Was ist empirische Sozialforschung?
      - Wissenschaftliche Erforschung sozialer Zustände und Prozesse mit empirischen Methoden
    VI. Ziele der empirischen Sozialforschung
      - Beschreibung, Erklärung, Prognose, Politikberatung
    VII. Wichtige Kontroversen in der empirischen Sozialforschung
      1) Trivialitätsthese
      2) Verhältnis Theorie-Empirie
      3) Quantitativ-qualitativ

B. Geschichte

Literatur:
    Schnell et al.: Kap. 2, Diekmann: Kap. III
    Kern: Empirische Sozialforschung
0. Warum Geschichte?
I. Grundlegung der empirischen Sozialforschung in der Statistik (17./18. Jhd.)
    1) Politische Arithmetik in England (17. Jhd.)
    2) Kameralistische Universitätsstatistik in Deutschland (18. Jhd.)
II. Moralstatistik
    1) Adolphe Quételet (1835)
    2) Frederic LePlay (1855)
    3) Ernst Engel (1869)
III. Bürgerliche Sozialreform und empirische Sozialforschung
    1) Social Surveys der englischen Statistical Societies (1830-50)
    2) Sozialpolitische Enqueten des britischen Parlaments (1830-60)
    3) Erhebungen des „Vereins für Socialpolitik" (seit 1873)
IV. Entwicklung der empirischen Sozialforschung in den USA
    1) Social Survey Movement (ab 1900)
    2) Chicago Schule (20er und 30er Jahre)
    3) Columbia Schule (40er und 50er Jahre)
    4) Social Policy Research (60er Jahre)
V. Empirische Sozialforschung in Deutschland und Österreich in der Zwischenkriegszeit (Weimarer Zeit)
    1) Forschungsinstitut für Sozialwissenschaften an der Universität Köln (1919-34)
    2) Institut für Sozialforschung an der Universität Frankfurt (1924-1933)
    3) Österreichische Wirtschaftspsychologische Forschungsstelle in Wien (1927-1938)
VI. Empirische Sozialforschung in Deutschland in der Nachkriegszeit
    1) Frankfurter Institut für Sozialforschung (seit 1950)
    2) Kölner Schule
    3) Gruppe um Helmut Schelsky (Münsteraner Soziologie)
VII. Aktuelle Infrastruktur der empirischen Sozialforschung in Deutschland
    1) Wichtige Zeitschriften
    2) Financiers
    3) Wer und wo? Wichtige Institutionen

C. WISSENSCHAFTSTHEORIE

Literatur:
    Schnell et al.: Kap. 3, Diekmann: Kap. IV
    Opp: Methodologie der Sozialwissenschaften
    Esser, H. et al. (1977): Wissenschaftstheorie, 2 Bde., Stuttgart: Teubner


0. Warum Wissenschaftstheorie? Aufgaben der Wissenschaftstheorie

    Ausgewählte Probleme der Wissenschaftstheorie:
I. Wissenschaft als soziales System und als Konglomerat von Aussagen
II. Begriffe und Definitionen
    1. Arten von Begriffen (logische vs. empirische Begriffe)
    2. Forderungen an Begriffe (Präzision, Konsistenz)
    3. Arten von Definitionen (Nominaldefinition, analytische Definitionen, Realdefinitionen, operationale Definitionen)
III. Sätze
    1. Logische Sätze
    2. Empirische Sätze
    3. Präskriptive Sätze, normative Aussagen
IV. Werturteilsproblem
    1. Wertbasis
    2. Werturteile im Aussagenzusammenhang (in der Objektsprache)
    3. Wertungen und Werturteile als Untersuchungsgegenstand (im Objektbereich)
V. Was ist eine Erklärung?
    1. Deduktiv-Nomologisches Erklärungsschema: Hempel-Oppenheim-Schema (H-O-Schema, 1948)
    2. Adäquatheitskriterien für eine Erklärung
    3. Strukturelle Ähnlichkeit von Erklärung und Prognose
VI. Beurteilungskriterien für Theorien
    1. Verwendete Begriffe
    2. Logische Struktur
    3. Informationsgehalt (empirischer Gehalt)
    4. Verhältnis zu anderen Theorien (Konfrontierung mit alternativen Theorien)
    5. Empirische Bewährung (Falsifikation versus Verifikation, Basissatzproblem)

D. FORSCHUNGSPROZESS

Literatur:
Schnell et al.: Kap. 1, Diekmann: Kap. V
 Friedrichs: Kap. 2.1
 Alemann, H. (1977): Der Forschungsprozeß, neueste Aufl., Stuttgart: Teubner

I. Allgemein

1) Entdeckungszusammenhang
2) Begründungszusammenhang
3) Verwertungs- oder Wirkungszusammenhang
II. Schritte des Forschungsprozesses („10-Stufen-Schema“)
1) Problemfindung und -strukturierung
2) Theoriebildung
3) Forschungsdesign und Wahl des Erhebungsverfahrens
4) Auswahlverfahren
5) Operationalisierung
6) Vorbereitung der Datenerhebung
7) Datenerhebung (Feldphase)
8) Datenerfassung und -aufbereitung
9) Datenauswertung
10) Publikation und Verbreitung der Ergebnisse (wie schreibt man einen Forschungsbericht?)
III. Beispiel 1: Studie über Arbeitslosigkeit (Durchspielen der 10 Schritte)
IV. Beispiel 2: Münchner Gründerstudie (Durchspielen der 10 Schritte)

E. THEORIEN UND HYPOTHESEN

Literatur:
Opp, K.D.: Methodologie der Sozialwissenschaften
Blalock, H.M. (1969): Theory Construction, Englewood Cliffs: Prentice Hall

I. Theorien

1) Theoriebegriff
2) Theorien in den Sozialwissenschaften
1) Forschungsprogramme
2) Allgemeine Verhaltenstheorien
3) Theorien mittlerer Reichweite, bereichsspezifische Theorien
3) Möglichkeiten der Formulierung von Theorien
1) Verbale Theorien
2) Pfaddiagramme
3) Axiomatisierte Theorien
4) Mathematische Formulierung
4) Beurteilungskriterien für Theorien
5) Problemspezifische Ausarbeitung von Theorien, Ableitung von Hypothesen, Modellbau
II. Hypothesen
1) Hypothesenbegriff
2) Mindestbedingungen für eine Kausalbeziehung
3) Arten von Hypothesen (deterministische - probabilistische, wenn - dann, je - desto, Kontexthypothesen, komplexere Hypothesen)
4) Leithypothesen
5) Unabhängige und abhängige Variablen
6) Grundtechniken der Hypothesenüberprüfung (Nullhypothese, Fehler erster und zweiter Art, Prüftechniken)

 F. UNTERSUCHUNGSFORMEN

Literatur:
Schnell et al.: Kap. 5, Diekmann: Kap. VII+VIII
 Zimmermann, E. (1972): Das Experiment in den Sozialwissenschaften, Stuttgart: Teubner

I. Designentscheidungen

1) Zeitliche Dimension des Designs
1) Querschnittstudie - Längsschnittstudie
2) Trendstudie - Panelstudie - Zeitreihenanalyse
3) Retrospektiv - prospektiv
4) Kontinuierliche - diskrete Zeit
2) Erhebungsart
Primärerhebung - Sekundäranalyse - Analyse amtlicher Daten
3) Erhebungskontext
Laborstudie - Feldstudie
4) Erhebungsinstrument
Befragung - Beobachtung - Inhaltsanalyse
5) Erhebungsumfang
1) Einzelfallstudie - mehrere/viele
2) Qualitativ - quantitativ
6) Untersuchungsanordnung
Experimentell - quasi-experimentell - Ex-post-facto Anordnung
II. Der Datenwürfel
III. Untersuchungsanordnungen
1) Einleitendes Beispiel (typische Fehlerquellen)
2) Experiment, experimentelle Designs mit einigen wichtigen experimentellen Versuchsanordnungen
1) Einmalige Messung (Post test only)
2) Vorher-Nachher-Messung
3) Solomon-Vier-Gruppen Anordnung
4) Stimulus mit mehr als zwei Ausprägungen
5) Faktorielle Designs
Beurteilungskriterien für Experimente (interne und externe Validität)

3) Quasi-experimentelle Designs (Matching anstelle von Randomisierung, Zeitreihendesign ohne Kontrollgruppe)
4) Ex-post-facto Anordnungen (Design von Surveys)

G. MESSUNG

Literatur:
Schnell et al.: Kap. 4, Diekmann: Kap. VI
Mayntz et al.: Kap. 2
Friedrichs: Kap. 4
I. Operationalisierung
1) Operationale Definition
2) Theoretische Ebene und Beobachtungsebene
3) Konstrukte, Dimensionen, Indikatoren
II. Messen
1) Begriff des Messens (Zuordnung von Zahlen zu Objekten oder Ereignissen nach bestimmten Regeln, empirisches und numerisches Relativ)
2) Skalenniveaus (Nominal-, Ordinal-, Intervall-, Ratio-Skala)
3) Reliabilität (und Verfahren zur Ermittlung)
4) Validität (Arten und Verfahren zur Ermittlung)
III. Indizes

IV. Skalen/Skalierungsverfahren

1) Likert-Skala (Methode der summierten Schätzwerte)
2) Thurstone-Skala (Methode der gleicherscheinenden Intervalle)
3) Guttman-Skala
4) Semantisches Differential (Polaritätsprofil)
5) Weitere Skalierungstechniken (Magnitude-Skala)

 H. AUSWAHLVERFAHREN

Literatur:
Schnell et al.: Kap. 6, Diekmann: Kap. IX
 Mayntz et al.: Kap. 3
 Friedrichs: Kap. 3.4
 Böltken, F. (1976): Auswahlverfahren, Stuttgart: Teubner
I. Vollerhebungen vs. Stichproben

II. Zentrale Konzepte

1) Grundgesamtheit
2) Auswahlgesamtheit
3) Inferenzpopulation
4) Auswahleinheiten
5) Repräsentations- und Inklusionsschluß
6) Stichprobenverteilung für metrische Variablen
7) Stichprobenverteilung für dichotome Variablen
III. Nicht zufallsgesteuerte Auswahlverfahren
1) Willkürliche Auswahl
2) Bewußte Auswahl (typische, extreme Fälle, Quoten-Verfahren)
IV. Zufallsgesteuerte Auswahlverfahren
1) Einfache Zufallsauswahl (und Verfahren zur praktischen Realisierung)
2) Geschichtete Zufallsstichprobe
3) Klumpenstichprobe (Cluster-Stichprobe)
4) Mehrstufige Zufallsstichprobe
V. Problem der Ausfälle (Non-Response)


Literaturempfehlungen


(Konzept: Prof. Dr. Peter Preisendörfer / Dr. Kajetan Hinner)



Seminar: Multivariate Datenanalyse - Das Sozio-ökonomische Panel (SOEP)

Wöchentlich, Donnerstag 17.00 bis 19.00 Uhr. GEOpool, N131

Magister:  Lehrveranstaltung nach Wahl
Diplom:  Wahlpflichtfachveranstaltung in Soziologie

(ab dem Hauptstudium, Studierende im Haupt- und Nebenfach Soziologie).

Das Ziel dieser Veranstaltung ist eine eingehendere Beschäftigung mit der computergestützten Datenanalyse. Deshalb sind grundlegende SPSS-Kenntnisse, wie sie in den einführenden Methodenveranstaltungen vermittelt werden, für die Teilnahme erforderlich. Sollten diese nicht vorliegen, ist ein erheblicher Mehraufwand vonnöten.
Nach einer kleinen Wiederholung und Rekapitulierung der SPSS-Basis-Anwendungen werden wir uns um kompliziertere und inhaltlich ergiebige aktuelle Datensätze kümmern. Dies soll anhand des SOEP geschehen.
Das SOEP ist eine seit 1984 jährliche Wiederholungsbefragung von Deutschen, Ausländern und Zuwanderern in den alten und neuen Bundesländern. Die Stichprobe umfasste im Erhebungsjahr 2004 mehr als 12.000 Haushalte mit fast 24.000 Personen. Themenschwerpunkte sind unter anderem Haushaltszusammensetzung, Erwerbs- und Familienbiographie, Erwerbsbeteiligung und berufliche Mobilität, Einkommensverläufe, Gesundheit und Lebenszufriedenheit.

Scheinerwerb (Seminarschein): Teilnahme an allen Sitzungen bis auf einer, Referat/Artikelzusammenfassung, Hausarbeit.

Evaluation

Die Veranstaltung kann von den Teilnehmern online bewertet werden: Bitte nutzen Sie diese Gelegenheit.

Terminübersicht

26.10.2006

Einführung, Organisatorisches

Vorstellung Windows XP Grundlagen, Windows-Explorer, Netzwerklaufwerke (u:\; \\).

Wiederholung SPSS Grundlagen. Selbständiges Durcharbeiten des SPSS-Tutorials SOEP - FAQ lesen auf der DIW-Homepage. DTC herunterladen. Knappe Einführung. Aufgabe: DTC lesen bis 2.11. SOEPInfo: SPSS-Syntax für die Variable pp0101 anfordern. Häufigskeitsauszählung zu pp0101 über SOEPInfo. Beispiele: Verfremdeter Datensatz zu SOEP.
Unterschreiben der Datenschutzerklärungen.  
Aufgabe: Fünfminütiges Referat über einen beliebigen Artikel zum SOEP am 16.11/23.11. [da wir keine Zeit haben für ein Referat von allen Personen, bitte ich Sie, eine knappe Zusammenfassung des Artikels auf einer DIN-A4-Seite anzufertigen und diese Seite bis 9.11. bzw. 16.11. mitzubringen - evtl., falls Zeit ist, können Sie den von Ihnen bearbeiteten Artikel vorstellen].

2.11.2006

Wiederholung SPSS-Grundlagen: Den verfremdeten SOEP-Datensatz  analysieren, Häufigkeitsauszählung mit Balkendiagrammen erstellen, Diagramme variieren (Farbe, Größe); Kreuztabellierung (Spalten- und Zeilen-%).

9.11.2006

Arbeit mit den SOEP-Daten für die Lehre, dazu Netzlaufwerk verbinden (o:) mit dem Rechner \\GEHEIM und dem in der Veranstaltung vereinbarten Passwort. - Hier die einzelnen Schritte: 1) Rechte Maustaste über Start, Windows-Explorer starten. Als Adresse in die Zeile den Namen des Rechners hinter zwei Backslash eintippen (\\GEHEIM - der Rechner heißt natürlich nicht GEHEIM). 2) Jetzt kommt im Auswahlfenster das Verzeichnis SOEP. Dieses mit der linken Maustaste anklicken, dann mit der rechten Maustaste "Netzlaufwerk verbinden" auswählen. Hier Laufwerk "o:" eintragen und mit "OK" bestätigen. Bei der entsprechenden Nachfrage mit dem in der Veranstaltung vereinbarten Passwort die Verbindung herstellen. 3) Nun wird ein neuer Laufwerksbuchstabe o: erzeugt, über den Sie auf die SOEP-Daten zugreifen können. Falls das aus irgend einem Grund nicht funktioniert: Windows-Explorer wie bei 1) starten, dann mit der linken Maustaste Laufwerk o: anklicken und mit der rechten Maustaste auf "Netzlaufwerk trennen" auswählen. Anschließend versuchen Sie wieder, die Verbindung herzustellen wie bei 1). Wenn es immer noch nicht funktioniert, verwenden Sie bitte einen anderen Rechner im GEOPool.

Erzeugen der SPSS-Syntax für die Variablen der Gesundheitszufriedenheit von Welle A bis V (z.B. pp0101, gesucht über Topics und Bereichszufriedenheiten, 8.1) über SOEPinfo (Pfad: "o:\soep\lehre\", Temp Pfad "u:\temp\" - vorher dieses Verzeichnis anlegen, Individual, Unbalanced, All Sample Members, Both, A/B/C/D/E/F/G, Both). Diese Syntax in ein SPSS-Syntax Fenster kopieren und laufen lassen. Erzeugt wird ein Datensatz new.sav mit den Variablen hhnr, persnr, pp0101  etc.
Schauen Sie nach, was die Variablen bedeuten (z.B. über SOEPinfo, DTC). Achtung: Auch dieser Datensatz unterliegt natürlich dem Datenschutz. Sie dürfen ihn nicht weitergeben, veröffentlichen, "irgendwo installieren", etc!

16.11.2006

Wiederholung der Schritte vom 9.11.2006 zur Erzeugung eines SOEP-Längsschnittdatensatzes mit den Variablen der gesundheitlichen Zufriedenheit über alle Wellen.

Gewichtung: Erläuterung und Anwendung anhand von pp0101 (Fälle / Daten gewichten mit / entsprechenden Wellen-PHRF)

Ausführliche Erläuterungen finden Sie nun unter www.hinner.com/soep/

23.11.2006

Auswertung: Häufigkeiten: Gesundheitliche Zufriedenheit, gewichtet mit dem PHRF der jeweiligen Welle, Mittelwert und Standardabweichung
SPSS-Syntax: Ausgabe der mittleren gesundheitlichen Zufriedenheit über alle Wellen, übertragen des jeweiligen Mittelwerts in eine Excel-Tabelle (linke Spalte: Jahreszahl, rechte Spalte: Mittelwert).

Grafik erstellt zur gewichteten mittleren Gesundheitszufriedenheit über alle Wellen mit Excel - wer nicht fertig wurde: Hausaufgabe bis 30.11.2006

Vorstellung einer Artikelzusammenfassung: Einkommensunterschiede DDR/BRD

30.11.2006

Kreuztabellen - Kapitel 11 Bühl/Zöfel; Beispiel durchgerechnet (studium.sav); mit Zeilen-, Spalten- und Gesamt-Prozentuierung berechnet und interpretiert; Residuen und Grundlage für Chi-Quadrat-Test ausführlich besprochen.

Besprechung der Hausaufgabe (Excel-Grafik der mittleren Gesundheitszufriedenheit), Interpretation dazu.

7.12.2006

Korrelationen (Kapitel 15)


Regressionsanalyse (Kapitel 16) (einfache lineare Regression). Ausführliche Besprechung der Ergebnisse, Aufgabe: Welchen chol12-Wert hat jemand mit chol0=150 (Bestimmung über die entsprechende Regressionsgleichung); Interpretation der Daten - Absicherung über einfache Häufigkeiten nach Geschlecht (Berechnung über Daten/Teilen/Gruppen vergleichen)


14.12.2006

- Lineare Regression: Fortsetzung

- Regression II - Kapitel 24 aus dem SPSS-Buch von Felix Brosius


21.12.2006

Vorstellung einer Artikelzusammenfassung

Forschungsfrage: Wie haben sich die Einkommensverhältnisse der 10% mit dem niedrigsten Einkommen in den letzten 20 Jahren entwickelt ("Prekariat")? Erzeugung eines SOEP-Datensatzes mit den notwendigen Variablen

Erarbeiten einer Grafik - Excel-Beispiel


11.01.2007

- Vorstellung einer Artikelzusammenfassung (Eileen Schülbe): Lebenszufriedenheit, engl. Artikel aus dem Jahr 2000


- Faktorenanalyse (Kapitel 19 Bühl/Zöfel). Beide Beispiele (Soziologie, Psychologie) durchgerechnet und besprochen

- Weitere Arbeit an der individuellen SOEP-Fragestellung

- Hausaufgabe bis 18.1.2007: Weiterarbeit an der SOEP-Fragestellung, ggf. Nacharbeiten der Faktorenanalyse

18.01.2007

Registrierung beim Reader-Plus. Einstellung der Hausaufgaben in den Reader-Plus.


Logit-Loglineares Modell (Bühl/Zöfel Kap. 22.6, S. 679-685).

Neue Forschungsfrage: Prüfen Sie folgende Hypothese:
1) 30% der Vollzeiterwerbstätigen verdienen weniger als 2000 Euro Brutto pro Monat


Hausaufgabe bis 25.1.2007: Erste eigene Ergebnisse in einer Word-Datei vorlegen.



25.01.2007

- Vorstellung einer Artikelzusammenfassung, Sarah Kowalczyk: Statistisches Bundesamt, WZB, ZUMA: Datenreport 2006, Auszug aus Teil II, C Lebensbedingungen und ihre Bewertung, 4 Gesundheit


- SOEP: Gemeinsames Durcharbeiten der Vollzeiterwerbstätigen-Fragestellung (Anfang)

1.02.2007

- SOEP: Gemeinsames Durcharbeiten der Vollzeiterwerbstätigen-Fragestellung (Abschluß). Ergebnis: Knapp 27% der Vollzeiterwerbstätigen verdienen weniger als 2000 Euro Brutto. Im SOEP sind einige Datensätze enthalten, die "-2" oder "0" als generiertes Bruttoeinkommen ausweisen, obwohl sie als "vollzeiterwerbstätig" gelten. Diese Fälle muß man per Hand ausfiltern.

- Erläuterung des Vorteils von Längsschnittdaten: Lebenszyklus und Kohorteneffekte

8.2.2007

- Vorstellung einer Artikelzusammenfassung

Sabrina Kipfstuhl: Karsten Hank (MPI für Demographie, Rostock):  „Räumlicher Kontext und das Heiratsverhalten westdeutscher Maenner in den 1980er und 1990er Jahren“

- Fragestellung: Einkommensentwicklung der unteren 10% und oberen 10%. Ziel: Längsschnittdatensatz mit Ergebnissen für den "Durchschnittsdeutschen", Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte. Erster Schritt: Für das Jahr 2005, zwei Möglichkeiten, entweder 10% und 90% Quantil oder "per Hand" aus der Häufigkeitstabelle ablesen. Zweites SPSS starten, die entsprechenden Variablen anlegen und eintragen. Hausaufgabe: Arbeit zu Ende führen, Längsschnittdatensatz erstellen und eine Präsentation erstellen mit den wesentlichen Ergebnissen.

- Weitere Bearbeitung der Forschungsfrage, Ideen-Sammlung für die Seminararbeit.

15.2.2006  
 Abschlußsitzung.
- Vorstellung einer Artikelzusammenfassung:
 Christine Büdinger

Marcus Müller: Thorsten Kalina / Claudia Weinkopf (2006): Mindestens sechs Millionen Niedriglohnbeschäftigte in Deutschland: Welche Rolle spielen Teilzeitbeschäftigung und Minijobs?, IAT-Report 2006-3, Institut Arbeit und Technik, Gelsenkirchen

Weitere Bearbeitung der Forschungsfrage, Ideen-Sammlung für die Seminararbeit.

Bitte die Hausaufgabe vom 8.2. in den Reader+ stellen

Link zum Reader-Plus

Basisliteratur:

Technische Hinweise für Dozenten, die eine ähnliche Veranstaltung durchführen möchten.

Die SOEP-Daten liegen auf einem FreeBSD 6.x Server. Der Zugriff ist nur möglich von den Rechnern des GEO-Pools (PC-Übungsraum), dies wurde durch "hosts allow" in der Datei smb.conf und den entsprechenden IP-Adressen realisiert. Zusätzlich wurde die Freigabe (security=share) über ein Passwort geschützt, das nur den Kursteilnehmern bekannt ist (smbpasswd -a). Sämtliche Kursteilnehmer müssen die Datenschutzerklärung unterschreiben.